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Schwedenaustausch 2017

Heja Sverje - Hallo Schweden

Seit knapp 20 Jahren existiert nun der Schüleraustausch mit der Tegnér-Skolan, einer weiterführenden Schule in Schweden.

Intensive zehn Tage verlebten zehn Schüler der Aartalschule Mitte September im schwedischen Säffle (Värmland) am Vänernsee. Zusammen mit Schülern der deutschen Partnerschule aus Solms ging es sehr früh am Frankfurter Flughafen los.

Schon der Flug war für einige aufregend, war es doch der erste ihres Lebens.

Nach einer sanften Landung in Göteborg und dem Einsammeln der Gepäckstücke wurden die Schüler von den schwedischen Kollegen AnnBritt Alfredsson und Ellinor Engström, die den Austausch von Anfang an begleiten und die aktuellen Lehrer gerne noch unterstützen, obwohl sie inzwischen pensioniert sind, empfangen.

Nach einer etwa zweistündigen Busfahrt waren alle froh, in Säffle von ihren Gastfamilien erwartet zu werden, um den Abend mit den Familien der Austauschpartner zu verbringen.

Die deutschen Kollegen aus Aarbergen und Solms wurden wie jedes Jahr wunderbar von ihren schwedischen Kollegen AnnBritt Alfredsson, Eva Orban, Ellinor Engström, Lars-Erik Nilsson, Ingrid Ottosson, Margaretha Bäckström und Ami Schunneson versorgt und durch das Programm geführt.

 

Am Montag trafen sich alle deutschen Schüler mit ihren Austauschpartnern für eine Begrüßung durch den schwedischen Schulleiter Calle Skolèn und bekamen anschließend ein kleines Frühstück.

Nach einem kleinen Orientierungs-Rundgang durch die Schule verteilten sich alle in den Unterrichtsstunden. Einige Schüler besuchten den Deutschunterricht und nach dem ersten „Beschnuppern“ fiel auch die Scheu ab und die deutschen und schwedischen Schüler unterhielten sich alle in einem kunterbunten Mix aus Schwedisch, Deutsch und Englisch. „Welches sind deine Hobbys?“, „Wo wohnst du?“oder „Wie groß ist Aarbergen?“ waren nur einige der Fragen, die gestellt und beantwortet wurden.

Das Mittagessen nahmen alle Schüler zu unterschiedlichen Zeiten (zusammen mit ihren schwedischen Partnern) in der schuleigenen Kantine ein, das Essen wird (auch für die Besucher) von der Gemeine gesponsert.

Im Nachmittagsbereich standen jeden Tag – anders als an unserer Schule in Deutschland – noch einige Unterrichtsstunden auf dem Plan, bis diese gegen 15:20 Uhr endeten und die Schüler mit ihren Partnern nach Hause gingen oder fuhren. Bei einigen gab es an dem Abend die bekannten schwedischen Fleischbällchen – Köttbullar.

 

Der Dienstag startete für viele mit einem Brennballmatch, zuerst sollte es „Schweden gegen Deutschland“ heißen, doch dann entschied man sich doch für gemischte Teams. Einige der Schüler

besuchten den regulären Unterricht und um die Mittagszeit herum hatten alle die Möglichkeit typisch schwedische Zimtschnecken in der Schulküche zu backen. Vom Anmischen des Teiges bis hin zum Glasieren und Bestreuen mit Hagelzucker erlernten die Schüler alle Handgriffe.

 

 

 

 

 

 

 

Einige wollen versuchen, das Rezept in Deutschland nach zu backen. Leider gab es dieses Jahr keine Möglichkeit, Buttermesser zu fertigen, da die Kapazitäten der schule an Räumen und freien Kollegen nach der Zusammenlegung mit der zweiten Schule in Säffle erschöpft waren. So musste die eigentlich neue Schule bereits vergrößert und einiges angebaut werden, um die Schülermassen zu fassen. Doch trotzdem konnte jeder mit einem Exemplar als kleine Erinnerung nach Hause fahren.

Am Mittwoch stand ein ganz besonderer Ausflug auf dem Plan – in das Freizeitdorf „Naturbyn“, idyllisch an einem See gelegen. In wunderschöner Landschaft erlebten die Schüler einen Tag voller Unternehmungen in der Natur: von Axt werfen

über Paddeln,

am offenen Feuer sitzen

oder bei gemeinsamen Spielen.

Besonderes Highlight waren die Sauna und großen Bottiche mit heißem Wasser direkt am See, so dass man sich vor und nach dem Baden im doch recht kalten See schnell wieder aufwärmen konnte.

Trotz den erfrischenden Wetters

gab es einige Mutige, die auch den Sprung in den See wagten.

Am nächsten Tag stand ein Besuch beim Bürgermeister Dag Rogne an, der allen Austauschschülern einen Blick hinter die Kulissen des Rathauses gewährte

und sie durch das Haus bis unters Dach – in die hauseigene Kantine führte. Dort erhielten alle eine Erfrischung,

nachdem man zuvor den großen Sitzungssaal besichtigt hatte.

Nach einem Gruppenfoto auf der Eingangstreppe

ging es weiter zum Fremdenverkehrsamt, wo alle Schüler eine Informationsmappe über Säffle und Värmland auf Deutsch und einen Magneten in Form eines Elches als Geschenk erhielten. Einige nutzen die Gelegenheit, einige Souvenirs einzukaufen.

Nach einem schnellen Mittagessen in der Schule ging es wieder los Richtung neugestaltetem Jugendhaus. Die Schüler wurden von Janne Johansson, dem Leiter der Einrichtung, begrüßt und durch das Haus geführt.

Alle waren beeindruckt, welche vielfältigen Beschäftigungen hier den Jugendlichen in Säffle geboten werden. Neben der Möglichkeit, zu spielen (Tischtennis, Tischhockey, Playstation, Brett- Gemeinschaftsspiele) gab es einen großen Bastelraum, in dem man auch malen, Graffitisprayern oder Sitzbänke, die demnächst Säffle zieren werden, bemalen.

Es gibt eine Cafeteria, die fast zum Selbstkostenpreis Speisen und Getränke anbietet, Gemeinschaftsräume zum Treffen, Filme schauen, Sporttreiben und sogar eine kleine Bühne. Im Bau ist eine ganze Etage, in der die Besucher an bereitgestellten Musikinstrumenten im hauseigenen Tonstudio Musik machen können.

Im Anschluss besichtigten alle die Kunstausstellung im alten renovierten Wasserturm, wo man besondere Glasinstallationen bestaunen konnte. Der Turm wurde mit viel Liebe und Fleiß von Dreck gereinigt, nachdem er Jahrzehnte leer stand.

Nach all der Kultur spendierten die Lehrer den Schülern im Kanalcafé noch ein Eis und alle genossen die heimelige Atmosphäre des kleinen Cafés.

Die nächstgrößere Stadt und gleichzeitig Residenzstadt des Regierungsbezirks Värmland, Karlstad, wurde am Freitag besucht.

Nach einer ca. 45 Minuten dauernden Zugfahrt

eroberten alle die größte Stadt des Regierungsbezirks.

Nach einer Besichtigungstour über den Marktplatz mit dem Friedensdenkmal und die beeindruckende Domkirche,

gelangten alle vorbei am Landesmuseum zum Klarälven, dem Fluss, der durch Karlstadt fließt.

An der Statue der Sonne (diese ist das Symbol für die Stadt) trennten sich die Wege und die Schüler brachen zu einer ausgiebigen Shoppingtour durch die Einkaufszentren der Stadt auf.

Nach der Rückkehr nach Säffle trafen sich alle mit ihren schwedischen Austauschpartnern an der Schule oder gingen direkt vom Bahnhof nach Hause.

 

Der Samstag begann mit einer recht langen Busfahrt nach Göteborg. Nach der Ankunft vor Ort mussten alle mitten in der Stadt schnell an einer Straßenbahnhaltestelle aus dem Bus springen (die nächste Straßenbahn drängelte schon), weil durch den Umbau der Vasabrücke die Verkehrsführung so ungünstig geändert wurde, dass der Bus nicht bei Paddan, dem Startpunkt für die besondere Stadtrundfahrt, halten konnte.

Nach einer kurzen Strecke durch die Stadt erreichten die deutschen und schwedischen Schüler und Lehrer die Einstiegsstelle in die Rundfahrtboote

und nach kurzer Wartezeit ging es auch schon los durch die Kanäle Göteborgs.

Vorbei an der Synagogen, Teilen der alten Stadtmauer, der deutschen Kirche und unter vielen Brücken hindurch ging es in der großen Hafen. Hier gab es neben der Stadtkulisse unter anderem alte Kriegs- und Segelschiffe, die inzwischen als Marinemuseum dienen, Werften und die großen Fähren der StenaLine zu bewundern.

Auf der Rückfahrt mussten alle noch einmal den Kopf einziehen, ging es doch unter einer sehr flachen Brücken hindurch, vorbei an der „Fischkirche“ (einer Fischmarkthalle in Form einer Kirche) vorbei zurück zum Ausgangspunkt.

Nach einem kurzen Weg zum Bus ging es auch schon nach Liseberg, dem größten Vergnügungsparks Nordeuropas, der seit 1923 Groß und Klein begeistert und im letzten Jahr fast 3 Millionen erlebte. Egal ob Achterbahnen (u.a. die bis zu 100 km/h schnelle „Helix“, die bis zu 4,3 G auf den Körper wirkt), Wildwasserbahnen oder der „Aero-Spin“, bei dem man in 35 m Höhe in Flugzeugen um den Mittelpfosten kreist – alles wurde von den Schülern – trotz zwischenzeitlich sehr starkem Regen – ausprobiert.

Auch das leibliche Wohl kam nicht zu kurz, so war im Eintrittspreis ein Coupon enthalten, den man in sämtlichen Restaurants (von asiatisch über mexikanisch bis hin zu bekannten Fastfoodketten) einlösen konnte.

Nach sechseinhalb Stunden trotteten alle recht müde, aber zufrieden wieder zurück zum Bus, mit dem die Heimfahrt nach Säffle angetreten wurde.

 

Den Sonntag verbrachten alle Schüler in den Familien und es gab die unterschiedlichsten Unternehmungen. Von Bootstouren

über den Besuch einer Elchfarm hin zum Angeln und Ausritten – alle waren unterwegs und konnten neue Eindrücke sammeln.

 

Einige Lehrer besuchten ein Museumsdorf mit einer aus dem Jahr 1718 stammenden Kirche

und einer alten Backstube, sowie einer ehemaligen Stahlindustriestätte, die seinerzeit das Eisen herstellte, mit dem der Eiffelturm erreichtet wurde, andere suchten den Weg in die Natur und genossen herrliche Stunden im Freien.

 

Der Montag startete mit Unterrichtsbesuchen, so dass alle Schüler noch einmal das schwedische Schulsystem, dass sich vor allem bezüglich der Stundenzeiteinteilungen von unseren klassischen System unterscheidet, studieren konnten. In den Stunden, die für sie in der fremden Sprache zu schwierig waren, saßen alle zusammen in der Cafeteria und erledigten eigene Aufgaben.

Nach dem Unterricht wanderten alle quer durch die Stadt zum „Dans Teater“, die u.a. die Musikschule beinhaltet und durften ein Blick hinter das Musical „Annie“ der SäffleOpera, das am zweiten Oktoberwochenende Premiere feiert, werfen.

Wieder zurück an der Schule startete das große Abschlussfest. Alle Gastfamilien, Austauschschüler und Lehrer grillten und aßen zusammen in der Schulcafeteria.

Dann gab es das obligatorische Gruppenbild

und – wie jeden Austausch – das Brennballspiel: Schweden vs. Deutschland:

Diese Jahr war der Ausgang eindeutig: Glückwunsch an die Siegermannschaft

Am nächsten Tag ging es nach einem Treffen aller deutschen Schüler in der Cafeteria

unter Tränen, Umarmungen und vielem Winken wieder nach Göteborg zum Flughafen. Nach dem Einchecken am Automaten und der Abgabe der Gepäckstücke, durchliefen alle die Sicherheitskontrolle ohne Beanstandung und durften im Duty Free-Bereich die letzten Kronen ausgeben.

 

Kurz vor der Landung riss sogar die Wolkendecke auf und man hatte einen tollen Blick auf die Skyline von „Mainhatten“

Nach der Landung galt es noch, das richtige Gepäckband zu finden (was nicht allen auf Anhieb gelang), doch dann konnte das letzte Gruppenbild entstehen,

bevor alle Schüler ihren schon ungeduldig wartenden Familien in die Arme fielen.

 

Es war eine wirklich schöne Zeit, die viele neue Erfahrungen und Eindrücke gebracht hat – und alle freuen sich auf den Rücktausch Ende Mai/Anfang Juni

Copyright © 2016 Aartalschule