Der Eintrag "offcanvas-col1" existiert leider nicht.

Der Eintrag "offcanvas-col2" existiert leider nicht.

Der Eintrag "offcanvas-col3" existiert leider nicht.

Der Eintrag "offcanvas-col4" existiert leider nicht.

Balladenabend

Ein Feuerwerk aus Dichtung und Musik

Die Klasse 7a der Aartalschule interpretierte auf ihrem Balladenabend im Kellertheater Gedichte auf höchstem Niveau.

„Selten war ich so ergriffen von einer Schülerdarbietung wie heute Abend“ - so lautete einer der Kommentare nach dem nicht mehr aufhören wollenden Applaus, den das begeisterte Publikum aus Eltern, Geschwistern, Lehrern, Schulleitung und interessierten Gästen spendete.

Die Jungen und Mädchen schufen ihre eigenen kleinen Kunstwerke, indem sie ihre Balladen zunächst kurz vorstellten und dann erklärten, welchen persönlichen Zugang sie zu den Erzählgedichten gewonnen und gewählt haben. Als Intermezzo spielten einige Schülerinnen und Schüler klassische und moderne Stücke auf ihren Instrumenten. Ihre Deutschlehrerin Aline Börner, die den Schülerinnen und Schülern bei der Inszenierung der Programmpunkte zur Seite stand, führte Regie und sorgte gleichzeitig mit leichter Hand für Licht und Ton. Sie zeigte sich stolz auf die Kreativität und den Mut ihrer Zöglinge, die teilweise zum ersten Mal in ihrem Leben Bühnenluft schnupperten.

Den Anfang machte „John Maynard“, der Steuermann aus Fontanes Gedicht, der bei einer Feuersbrunst auf dem Schiff „Schwalbe“ Passagiere und Besatzung durch sein Durchhaltevermögen rettet und selbst dabei sein Leben lässt. Die drei Akteurinnen spielten die dramatische Geschichte der Havarie minutiös bis zum bitteren Ende nach, die knisternde Spannung Szene um Szene steigernd. Zum Schluss legen sie der taper-tragischen Titelfigur Rosen auf ihr Grab.

In Goethes „Erlkönig“ sieht ein Kind im Fieberwahn den Tod und seine Gefährtinnen, die ihn unausweichlich in das Reich der Dunkelheit ziehen. Das aufgeregte, angsterfüllte Kind, der hilflose Vater und der verführerisch-säuselnde Erlkönig sprechen in abwechselnden Rollen.

„'Prometheus' hatte sich mit Zeus überworfen - und seine Strafe war kein schöner Anblick“ - so erläuterte eine Schülerin salopp und treffend, welches Schicksal dem Titanen (Halbgott), der den Menschen verbotenerweise das Feuer brachte, blühte: In Ketten an einen Felsen geschmiedet, fraß ein Adler täglich an seiner nachwachsenden Leber – igitt. Dann lieferte sich Prometheus mit Zeus einen verbalen Schlagabtausch vom Allerfeinsten. Man glaubt den beiden Mädchen ihre Rolle: Der eingebildete Zeus macht sich über den unterlegenen Prometheus lustig und verhöhnt ihn. Doch der Titan lässt sich nicht unterkriegen und hält gleichermaßen arrogant dagegen. Goethe hätte seine wahre Freude am lebhaften Vortrag der jungen Damen gehabt.

Akrobatik gehörte zur lustigen „Handstand auf der Loreley“, bei „Kaspar Hauser“ blieb kein Auge trocken – so bedauernswert ist das Schicksal der Gestalt. Im „ Zauberlehrling“ rappten zwei Jungs die Bühne und interpretierten die Strophen ganz lässig und modern.

Aufgrund des großen Zuspruchs gab es eine zweite Darbietung am Grundschulinfoabend, der ebenso viele Besucher beiwohnten, die allesamt voll des Lobes waren. Ein echter Augen- und Ohrenschmaus!

                                                                      

Susanne Müller-Helferich

Copyright © 2016 Aartalschule